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Kinder, Jugend und Familie
immer mittendrin
Autor: Inga Heinrichs
Artikel vom 09.05.2020

Kindertagesbetreuung in der Corona-Krise

Umsetzung der Bundesnotbremse in der Kindertagesbetreuung

Bedarfsorientierte Notbetreuung ab dem 26.4.

Da die 7-Tage-Inzidenz im Rhein-Erft-Kreis seit mehr ab drei Tagen über 165 liegt, greift voraussichtlich ab Montag, den 26.4., die Regelung der sogenannten "Bundesnotbremse" auch für den Bereich der Kindertagesbetreuung. 

Hierbei sollen die Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen können,  die Kindertagesbetreuung in Kitas oder bei Tagespflegepersonen nicht in Anspruch nehmen. So sollen Kontakte und schließlich das Infektionsrisiko reduziert werden. 

Es wird eine Beitragserstattung geben. 

Auch wenn es sich um eine Notbetreuung handelt, betont das Ministerium, dass diese bedarfsorientiert sein und trifft zahlreiche Regelungen, welche Kinder weiterhin die Kita besuchen dürfen:

- Kinder, für die der Besuch eines Betreuungsangebotes aus Gründen des Kinderschutzes erforderlich ist.

- Besondere Härtefälle in Absprache mit dem zuständigen Jugendamt.

- Kinder aus belasteten Lebenslagen bzw. deren Lebenssituation ggf. mit einem erhöhten Bedarf einhergeht und die einen besonderen individuellen Bedarf haben.

- Kinder mit Behinderungen und Kinder, die von wesentlichen Behinderungen bedroht sind, und bei denen dies von einem Träger der Eingliederungshilfe festgestellt wurde.

- Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung.

- Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere, wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen. Eltern sollen Kinderbetreuung nur dann in Anspruch nehmen, wenn eine Betreuung nicht anderweitig sichergestellt werden kann. Für den Fall, dass die Betreuung in Anspruch genommen wird, muss eine Eigenerklärung (PDF-Datei)vorgelegt werden, dass eine Notbetreuung erforderlich ist. 

Wenn Sie die Tagesbetreuung weiterhin nutzen, nutzen Sie bitte die Selbsttests (PDF-Datei)für ihre Kinder vor dem Kitabesuch, um das Infektionsrisiko zu senken. Die Regelungen des eingeschränkten Regelbetriebs (Reduzierung des wöchentlichen Stundenumfangs, Gruppentrennung) gelten weiterhin. 

Hier finden Sie ein Ministerschreiben (PDF-Datei)an die Eltern sowie eine offizielle Information (PDF-Datei) zur Bundesnotbremse. 

Außerdem werden hier FAQs (PDF-Datei) zur Kindertagesbetreuung im Rahmen der Bundesnotbremse beantwortet. 

  

Kindertagesbetreuung während des Lockdowns: weiterer eingeschränkter Regelbetrieb und Testangebote

In den Kindertageseinrichtungen in NRW gilt vor dem Hintergrund der pandemischen Lage weiterhin der eingeschränkte Regelbetrieb. 

Das bedeutet, dass es nur feste Gruppen geben darf. Dazu bleibt es in den Kindertageseinrichtungen weiterhin bei der landesweiten Kürzung des Betreuungsumfangs um 10 Stunden pro Woche. In der Kindertagespflege erfolgt die Betreuung der Kinder grundsätzlich im zeitlichen Umfang der Betreuungsverträge.

Es gelten weiterhin  die Vorgaben der Coronabetreuungsverordnung, das heißt, zwischen den Erwachsenen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist von Erwachsenen eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Geeignete Vorkehrungen zur Hygiene sind zu treffen und die Rückverfolgbarkeit ist sicherzustellen.   

Zur Stabilität unserer Kitas und der Sicherheit unserer Erzieher*innen und Tagesmütter und -väter ist es unerlässlich, dass weiterhin alle Kinder mit Krankheitssymptomen zu Hause bleiben. Das gilt nicht nur für mögliche Corona-Symptome, sondern generell. 

Hier (PDF-Datei)finden Sie ein Anschreiben des Familienministers an alle Eltern. 

Nach den Osterferien erhalten alle Kinder in den Tageseinrichtungen und in der Tagespflege pro Woche zwei Antigen-Schnelltests, mit denen die Eltern zuhause vor der Tagesbetreuung auf freiwilliger Basis ihre Kinder testen können. Hier (PDF-Datei)finden Sie ein Informationsschreiben des Ministers zu diesem Angebot. 

 

Erweiterte Nutzung von Kinderkrankentagen während der Pandemie

Um die zusätzliche Belastung der Eltern zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht abzufedern, wurde bundesgesetzlich geregelt, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für 20 zusätzliche Tage pro Elternteil (40 zusätzliche Tage für Alleinerziehende) gewährt wird.

Der Anspruch gilt auch für die Fälle, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erfolgt, und entsprechend dem Appell der Landesregierung auf eine Betreuung verzichtet wird.    

Gesetzlich krankenversicherte Eltern beantragen das Kinderkrankengeld bei ihrer Krankenkasse. Von dieser erhalten Sie auch ein entsprechendes Antragsformular.
Das Vorliegen einer Einschränkung oder einer behördlichen Empfehlung, vom Besuch des Kindertagesbetreuungsangebotes abzusehen, ist der Krankenkasse auf geeignete Weise nachzuweisen. Als Nachweis für eine behördliche Empfehlung dient in NRW das Informationsschreiben (PDF-Datei)des Ministeriums.

Darüber hinaus kann die gesetzliche Krankenkasse die Vorlage einer Bescheinigung der Einrichtung oder Kindertagespflegestelle verlangen, dass das Kind die jeweilige Kindertageseinrichtung bzw. Kindertagespflegestelle tatsächlich nicht besucht (hat). Für den Fall, dass ein Nachweis verlangt wird, kann – soweit von den Krankenkassen nicht eigene Bescheinigungsformulare zur Verfügung gestellt werden – von den Eltern die hier hinterlegte Musterbescheinigung (PDF-Datei)genutzt werden.

Kindertagesbetreuung in der Corona-Krise

Hier (PDF-Datei)finden Sie Hinweise des Landes zum Umgang mit Krankheitssymptomen und dem Kitabesuch, außerdem ein Schreiben (PDF-Datei)des Ministers Dr. Stamp.

Kann mein Kind in die Kita gehen? (PDF-Datei)

Grundsätzlich gilt: Kinder mit Fieber (Temperatur über 38,5°) und/oder Symptomen, die nach Einschätzung der Eltern und der Einrichtung oder Kindertagespflegestelle auf eine akute, infektiöse und ansteckende Erkrankung hinweisen, sollen nicht betreut werden. Treten die Symptome in der Kindertagesbetreuung auf, sind die Kinder von ihren Eltern abzuholen. Die Kinder sollen sich zu Hause auskurieren und ggf. einer Kinderärztin oder einem Kinderarzt vorgestellt werden.

Die Eltern sind in der Verantwortung, den Gesundheitszustand ihres Kindes einzuschätzen, bevor sie es in die Kindertagesbetreuung bringen. Die Einrichtung oder Kindertagespflegeperson kann die Betreuung ablehnen, solange das Kind aus ihrer Sicht Krankheitssymptome zeigt, die eine verantwortungsvolle Betreuung ausschließen.